Nachhaltigkeit wird im Bauwesen immer mehr zum entscheidenden Faktor – sei es durch gesetzliche Vorgaben wie die CSRD oder durch Zertifizierungen wie DGNB und EN-Normen. RIB 4.0 unterstützt dabei, CO2-Emissionen direkt im Projekt zu erfassen und auswertbar zu machen.
Das Prinzip dahinter ist simpel: Jede Ressource in RIB 4.0 – egal ob Material, Kostenart oder Position – hat eine eigene Spalte für CO2-Werte. Diese können entweder zentral in den Stammdaten gepflegt oder projektspezifisch hinterlegt werden (z.B. kg CO2 pro Einheit). Auf Basis dieser Werte berechnet das System die Emissionen automatisch hoch – pro Position, Gewerk oder ganzem Projekt.
Wie geht man vor?
Bevor man mit der CO2-Erfassung startet, lohnt sich ein Blick in die Stammdaten: Welche Materialien und Kostenarten sind bereits hinterlegt, und für welche davon gibt es belastbare CO2-Werte? Diese können aus Umweltproduktdeklarationen (EPDs), Datenbanken wie ÖKOBAUDAT oder herstellerspezifischen Angaben kommen.
Anschließend werden die CO2-Werte in die entsprechenden Spalten eingetragen – entweder einmalig auf Stammdatenebene, sodass alle künftigen Projekte automatisch davon profitieren, oder gezielt auf Projektebene, wenn projektspezifische Werte benötigt werden.
Sobald die Werte gepflegt sind, lassen sich die Ergebnisse über Reports und Dashboards auswerten. So kann man zum Beispiel Emissionen pro Bauteil, pro Gewerk oder über das gesamte Projekt darstellen – passend zu den Anforderungen von CSRD-Berichten, DGNB-Zertifizierungen oder EN-Normen.
Reports und Dashboards für Nachhaltigkeit
Die ausgewerteten CO2-Daten lassen sich über den Report Designer in passende Berichtsformate bringen oder in Dashboards visualisieren. Damit hat man die Emissionswerte nicht nur intern im Blick, sondern kann sie auch normgerecht für Zertifizierer, Auftraggeber oder die Berichterstattung aufbereiten.
Weiterführende Hinweise
Für belastbare CO2-Werte empfiehlt sich der Rückgriff auf etablierte Datenquellen wie ÖKOBAUDAT oder geprüfte EPDs. Bei DGNB- oder CSRD-relevanten Projekten lohnt sich eine frühzeitige Abstimmung mit den jeweiligen Zertifizierungsstellen, welche Datenbasis akzeptiert wird.
Habt ihr schon mit CO2-Tracking in RIB 4.0 gearbeitet oder Fragen zum Einstieg? Schreibt es gerne in die Kommentare.
Veröffentlicht : 07/05/2026 2:32 p.m.